Hochzeit von Erika und Markus Gerg

Wenn zwei Musikervorstände heiraten, dann muss die Hochzeit ja musikalisch werden! In der Pfarrkirche Wessobrunn besiegelten der dortige Musikervorstand Markus Gerg und die stellvertretende Vorsitzende der Apfeldorfer Trachtenkapelle Erika Floritz-Gerg ihren gemeinsamen Lebensweg. Deshalb stimmte die Apfeldorfer Trachtenkapelle schon beim vorausgehenden Weißwurstessen im Gasthaus Post auf den besonderen Tag ein.

 

Die Trauung wurde umrahmt vom Rotter Singkreis sowie den „Rosinen“ (beiden Gruppen gehört der Bräutigam an), des weiteren wirkten einige Streicher, Bläser und Andreas Wiesmann an der Orgel mit, sodass der Gottesdienst ein wahres Konzert wurde. Auch der acht Monate alte Sohn Vinzenz war bei der Hochzeit seiner Eltern dabei und durfte nach der Messe durch ein langes Spalier aus Musikern und Trachtlern gehen.

 

Die Brautleute hatten den letzten schönen Herbstsamstag erwischt und so konnten sie den anschließenden Sektempfang im Klosterhof zusammen mit den Hochzeitsgästen bei warmen Temperaturen genießen. Zudem zeigte der Trachtenverein Apfeldorf mit dem Kronentanz seiner Volksmusikwartin einen schönen Ehrentanz und Vorstand Theo Albert dankte für die langjährige Unterstützung. Dann ging es weiter zur Hochzeitsfeier ins Gasthaus Post in Eberfing, wo zunächst die Apfeldorfer Musiker und ab dem Brautverziehen die Wessobrunner Blaskapelle für beste Stimmung sorgten. Gespickt mit zahlreichen Einlagen verging der Tag nicht nur für das Brautpaar, sondern auch für die zahlreichen Hochzeitsgäste wie im Flug.

Rosi Geiger 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Bayerische Blasmusik in Hessen

Ein neues Vokabular haben die Apfeldorfer von ihrem erstmaligen Besuch in Wehrheim bei Frankfurt nach Hause gebracht. Der „Äbblwoi“ und der „Bämbl“ werden nach dem erlebnisreichen Wochenende im Taunus wohl auch in den Sprachgebrauch der Lechrainer übergehen.  

Die gut 10.000 Einwohner zählende Gemeinde trägt seit einigen Jahren den Beinamen „das Apfeldorf“. Bürgermeister Gregor Sommer erläuterte dazu, dass die Gemeinde über 1.000 Äpfelbäume besitzt und als Naherholungsregion der Frankfurter dies werbewirksam nutzt. Im vergangenen Jahr wurde dann festgestellt, dass es tatsächlich eine Ortschaft mit dem Namen Apfeldorf gibt und umgehend Kontakt aufgenommen. Zum großen Apfelblütenfest waren die Bayern nun erstmals in den Taunus eingeladen. Die „echten“ Apfeldorfer machten sich mit einer Delegation von 45 Personen auf den Weg, darunter die Trachtenkapelle und eine Plattlergruppe. Gegen Mittag kam der Bus in Wehrheim an und nach einer kleinen Stärkung ging es gleich zur Stadtführung. Bürgermeister Gregor Sommer und Ortsvorsteher Stefan Velte ließen es sich nicht nehmen, die Bayern persönlich durch den Altbestand des Ortes mit seinen schönen Fachwerkhäusern, der Stadtmauer aus der Zeit des früheren Stadtrechtes oder neuen „Wehrheimer Mitte“ zu führen.

Abends wurde auf dem Gelände des Schwimmbades ein Baum als Symbol für die neue Partnerschaft gepflanzt. Ein wenig befremdlich war für die Oberbayern der Begriff „Landjugend“ für eine Volkstanzgruppe, die gar nicht mehr so jung war. Doch nach einigen Tanzrunden vermischten sich die Gruppen schnell und es wurde bis weit in die Nacht gefeiert.

Am nächsten Vormittag spielte die Trachtenkapelle zum Frühschoppen des Apfelblütenfestes auf und die Lechrainer staunten nicht schlecht, wie sich das Gelände des Freibades bei dem schönen Wetter mit über 3.000 Gästen füllte. Es gab verschiedenste Info-Stände, Kinderbetreuung, Kulinarisches und der Höhepunkt war gegen Mittag die Inthronisation der neuen Wehrheimer Apfelblütenkönigin Celine I. 15 Hoheiten aus ganz Hessen, von der Milch- über die Brunnen- bis hin zur Froschkönigin gaben dem Fest eine besondere Note. Viel beachtet von den Besuchern waren am Nachmittag auch die Darbietungen des bayerischen Apfeldorf mit der Plattlergruppe und der Trachtenkapelle.

Mit zahlreichen Eindrücken und Bekanntschaften stiegen die Apfeldorfer wieder in ihren Bus. Neben dem hessischen Dialekt wird wohl auch der singende Bürgermeister in Erinnerung bleiben, doch das wollte das bayrische Gemeindeoberhaupt Georg Epple nicht nachmachen.

Rosi Geiger