Apfeldorfer Damen gut behütet

Sehr schön anzusehen sind die Apfeldorfer Damen mit ihren neuen Hüten. Beim Bezirksmusikfest in Raisting haben die neun Mädchen und Frauen erstmals ihre neuen Kopfbedeckungen ausgeführt und gleich Aufsehen damit erregt. So ein Hut dient dem Sonnenschutz und ist auch bei Regen äußerst praktisch, außerdem kann man die Haare wunderbar verstecken. Man wird die Apfeldorfer Musikerinnen also künftig öfter gut behütet und auch hoffentlich so gut gelaunt wie auf dem Foto antreffen.

 

Das 100-Jährige rückt näher

Bigband, junge Apfeldorfer, Weisenbläser oder Jugendkapelle „Durchanand“ – in der Trachtenkapelle Apfeldorf gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich musikalisch einzubringen. Im Gasthaus Kölbl hielt der rund 50 aktive Musiker umfassende Klangkörper Rückschau auf ein aktives Jahr und stellte die Weichen für die musikalische Zukunft in Apfeldorf.

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass eine Bläserklasse kommt“ stellte Vorstand Helmut Ehle in seinem Bericht fest. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Pfaffenwinkel sollen die Schüler der dritten und vierten Klasse an der Grundschule Apfeldorf im kommenden Schuljahr einen zusätzlichen Musikunterricht erhalten. Die Instrumente werden dazu von den Blaskapellen Kinsau und Apfeldorf gestellt, wozu Helmut Ehle schon finanzielle Spender gewinnen konnte. In dem Zusammenhang sah er es als notwendig an, dass die Trachtenkapelle Apfeldorf ein eingetragener Verein wird. Zweite Vorsitzende Erika Floritz-Gerg wird sich mit der Thematik beschäftigen und die Eintragung im Vereinsregister vorantreiben.

„Unsere Jugendkapelle Durchanand ist manchmal sehr anstrengend, macht aber riesen Spaß“ berichtete Dirigent Richard Beinhofer. Er freute sich auch, dass er mit Stefan Socher nun einen zweiten Dirigenten an seiner Seite hat. Als Vertreter der Gemeinde Apfeldorf war zweiter Bürgermeister Gerhard Schmid bei der Versammlung, der den Musikern einen großen Probenraum im künftigen Dorfgemeinschaftshaus in Aussicht stellte. Er führte auch die turnusgemäßen Neuwahlen durch, die bei den wenigen Veränderungen schnell durchgezogen waren. Erster Vorsitzender Helmut Ehle, seine Stellvertreterin Erika Floritz-Gerg sowie Schriftführerin Bettina Besel wurden für weitere drei Jahre bestätigt. Die Kasse wird künftig von Stefanie Lang geführt und um die Jugend kümmert sich Maxi Köpf. Als Beisitzer fungieren Ulrich Walser und Sebastian Zöpf. Nach 16 Jahren als Kassierin ist Silvia Kölbl ausgeschieden und Robert Zwick erhielt ein Geschenk für neun Jahre Jugendleiter. Die neu gewählte Vorstandschaft darf sich nun Gedanken machen, wie das 100-Jährige im Jahr 2021 gefeiert werden soll.

Rosi Geiger

 

Klangkörper verjüngt

„Heimat ist da, wo wir uns wohlfühlen“ meinte der jugendliche Ansager Philipp Stückl bei den Frühjahrskonzerten in Apfeldorf. Die Trachtenkapelle präsentierte sich stark verändert mit sehr vielen jungen Musikerinnen und Musikern. Trotzdem war die Harmonie in dem auf 38 Akteure angewachsenen Klangkörper spürbar und auch hörbar, wo sich offensichtlich Jung und Alt wohl fühlen.

Die Frühjahrskonzerte der Trachtenkapelle, die mit einem kräftigen Starkbier und kulinarischen Schmankerl zu einem echt bayerischen Abend abgerundet werden, zählen zu den Höhepunkten im Dorfleben. Schon seit drei Jahren laden die Musiker zu zwei Konzerten und an beiden Abenden war die Mehrzweckhalle mit rund 200 Zuhörern gefüllt. Entsprechend der jungen Mannschaft hat der Dirigent Richard Beinhofer das Programm nicht zu anspruchsvoll, aber frisch und beschwingt zusammengestellt. Auch der Ansager wurde verjüngt. Nach vielen Jahren der Moderation durch Vorstand Helmut Ehle übernahm heuer Philipp Stückl das Mikrofon. Einem Konzertmarsch zur Eröffnung folgte das Potpourri „Maske in blau“ und schon konnte Stückl den ersten Solisten ankündigen.

Noch nicht mal volljährig ist Maxi Köpf bereits ein routinierter Solist, der mit seinem Saxofon den amerikanischen Oldie „Yakety Sax“ interpretierte und dafür spontan eine Zugabe geben musste. Mit der flotten Polka „Blasmusik macht Freude“ wurde zum Ende des ersten Teiles unter Beweis gestellt, dass man auch die traditionelle Blasmusik beherrscht.

Die Pause füllte die Jugendkapelle „Durchanand“, ebenfalls unter der Leitung von Richard Beinhofer. Aus Apfeldorf, Birkland, Kinsau, Schongau und Wessobrunn kommen die 19 Akteure dieser jungen Besetzung. Ihre drei Stücke präsentierten sie mit erstaunlicher Musikalität, besonders beim „Chattanooga Choo Choo“ war der Glenn Miller-Sound sehr schön zu hören.

„Der schicke Berthold“ entpuppte sich zu Beginn des zweiten Teils als Solist Stephan Socher, der sich mit den warmen Tonfolgen seines Tenorhorns in die Herzen der Zuhörer spielte. Beim anschließenden „Jungle Book“ gab es einiges zum Schmunzeln, denn der unverwechselbare Elefantenmarsch, die Gemütlichkeit von Balu der Bär oder der wilde Affenstall bei König Lui ließen sofort die Bilder des Films aufleben. Einer der bewährtesten Solisten in Apfeldorf ist Robert Zwick, diesmal nicht am Xylophon, sondern am Schlagzeug. Bei „Purple drums“ kostete er seine Möglichkeiten mit den verschiedensten Trommeln und Percussion um sich herum vollends aus.

Nach zwei Stunden mit diesem beschwingten und gefälligen Konzertprogramm hörten die Musiker aber noch nicht auf, sie setzten sich nach kurzer Pause wieder auf die Bühne und spielten zum gemütlichen Starkbierabend bis nach Mitternacht weiter. 

Obwohl sich die Trachtenkapelle Apfeldorf stark verjüngt hat, konnten einige sehr langjährige Ehrungen ausgesprochen werden.  Als Vertreter des Musikbezirkes Oberland durfte Franz Landes den Bassisten Josef Zwick für sagenhafte 60 Jahre aktives Musikerleben auszeichnen. „Das sind die großen Vorbilder, davor ziehe ich meinen Hut“ lobte Franz Landes beim Blick auf die rund 3000 Proben und 1800 Auftritte, die Josef Zwick in seinem Musikerleben absolvierte. Für 40 Jahre wurde Josef Walser geehrt, der auch sechs Jahre als erster Vorstand wirkte. Auf 25 Jahre können Bettina Besel und Michael Beinhofer (leider nicht anwesend) blicken. Bettina Besel ist außerdem bereits 18 Jahre in der Vorstandschaft, anfangs als zweite Vorsitzende und jetzt als Schriftführerin. 

Rosi Geiger

 

Hochzeit von Erika und Markus Gerg

Wenn zwei Musikervorstände heiraten, dann muss die Hochzeit ja musikalisch werden! In der Pfarrkirche Wessobrunn besiegelten der dortige Musikervorstand Markus Gerg und die stellvertretende Vorsitzende der Apfeldorfer Trachtenkapelle Erika Floritz-Gerg ihren gemeinsamen Lebensweg. Deshalb stimmte die Apfeldorfer Trachtenkapelle schon beim vorausgehenden Weißwurstessen im Gasthaus Post auf den besonderen Tag ein.

 

Die Trauung wurde umrahmt vom Rotter Singkreis sowie den „Rosinen“ (beiden Gruppen gehört der Bräutigam an), des weiteren wirkten einige Streicher, Bläser und Andreas Wiesmann an der Orgel mit, sodass der Gottesdienst ein wahres Konzert wurde. Auch der acht Monate alte Sohn Vinzenz war bei der Hochzeit seiner Eltern dabei und durfte nach der Messe durch ein langes Spalier aus Musikern und Trachtlern gehen.

 

Die Brautleute hatten den letzten schönen Herbstsamstag erwischt und so konnten sie den anschließenden Sektempfang im Klosterhof zusammen mit den Hochzeitsgästen bei warmen Temperaturen genießen. Zudem zeigte der Trachtenverein Apfeldorf mit dem Kronentanz seiner Volksmusikwartin einen schönen Ehrentanz und Vorstand Theo Albert dankte für die langjährige Unterstützung. Dann ging es weiter zur Hochzeitsfeier ins Gasthaus Post in Eberfing, wo zunächst die Apfeldorfer Musiker und ab dem Brautverziehen die Wessobrunner Blaskapelle für beste Stimmung sorgten. Gespickt mit zahlreichen Einlagen verging der Tag nicht nur für das Brautpaar, sondern auch für die zahlreichen Hochzeitsgäste wie im Flug.

Rosi Geiger 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Bayerische Blasmusik in Hessen

Ein neues Vokabular haben die Apfeldorfer von ihrem erstmaligen Besuch in Wehrheim bei Frankfurt nach Hause gebracht. Der „Äbblwoi“ und der „Bämbl“ werden nach dem erlebnisreichen Wochenende im Taunus wohl auch in den Sprachgebrauch der Lechrainer übergehen.  

Die gut 10.000 Einwohner zählende Gemeinde trägt seit einigen Jahren den Beinamen „das Apfeldorf“. Bürgermeister Gregor Sommer erläuterte dazu, dass die Gemeinde über 1.000 Äpfelbäume besitzt und als Naherholungsregion der Frankfurter dies werbewirksam nutzt. Im vergangenen Jahr wurde dann festgestellt, dass es tatsächlich eine Ortschaft mit dem Namen Apfeldorf gibt und umgehend Kontakt aufgenommen. Zum großen Apfelblütenfest waren die Bayern nun erstmals in den Taunus eingeladen. Die „echten“ Apfeldorfer machten sich mit einer Delegation von 45 Personen auf den Weg, darunter die Trachtenkapelle und eine Plattlergruppe. Gegen Mittag kam der Bus in Wehrheim an und nach einer kleinen Stärkung ging es gleich zur Stadtführung. Bürgermeister Gregor Sommer und Ortsvorsteher Stefan Velte ließen es sich nicht nehmen, die Bayern persönlich durch den Altbestand des Ortes mit seinen schönen Fachwerkhäusern, der Stadtmauer aus der Zeit des früheren Stadtrechtes oder neuen „Wehrheimer Mitte“ zu führen.

Abends wurde auf dem Gelände des Schwimmbades ein Baum als Symbol für die neue Partnerschaft gepflanzt. Ein wenig befremdlich war für die Oberbayern der Begriff „Landjugend“ für eine Volkstanzgruppe, die gar nicht mehr so jung war. Doch nach einigen Tanzrunden vermischten sich die Gruppen schnell und es wurde bis weit in die Nacht gefeiert.

Am nächsten Vormittag spielte die Trachtenkapelle zum Frühschoppen des Apfelblütenfestes auf und die Lechrainer staunten nicht schlecht, wie sich das Gelände des Freibades bei dem schönen Wetter mit über 3.000 Gästen füllte. Es gab verschiedenste Info-Stände, Kinderbetreuung, Kulinarisches und der Höhepunkt war gegen Mittag die Inthronisation der neuen Wehrheimer Apfelblütenkönigin Celine I. 15 Hoheiten aus ganz Hessen, von der Milch- über die Brunnen- bis hin zur Froschkönigin gaben dem Fest eine besondere Note. Viel beachtet von den Besuchern waren am Nachmittag auch die Darbietungen des bayerischen Apfeldorf mit der Plattlergruppe und der Trachtenkapelle.

Mit zahlreichen Eindrücken und Bekanntschaften stiegen die Apfeldorfer wieder in ihren Bus. Neben dem hessischen Dialekt wird wohl auch der singende Bürgermeister in Erinnerung bleiben, doch das wollte das bayrische Gemeindeoberhaupt Georg Epple nicht nachmachen.

Rosi Geiger

 

Ein jugendliches Frühjahrskonzert

Ein jugendliches und frisches Frühjahrskonzert bot die Trachtenkapelle Apfeldorf, vielleicht auch durch die Integration der neuen Jugendkapelle „Durchanand“. „Wir spielen heuer das 47. Frühjahrskonzert in Folge, aber das erste mal mit einer eigenen Jugendkapelle“ konnte Vorstand Helmut Ehle von dieser erfolgreichen Nachwuchsarbeit berichten.

Wegen des großen Zuspruchs laden die Apfeldorfer Musiker seit drei Jahren zu zwei Konzertabenden ein und auch heuer war die Mehrzweckhalle an beiden Abenden mit rund 200 Gästen sehr gut besucht. Nach einem klassischen Einstieg mit Fanfaren sowie einem „Slowakischen Tanz“ von Franz Watz stellte sich der gerade mal 15-jährige Maxi Köpf vor das Publikum. Als frischgebackener Träger des silbernen Leistungsabzeichens intonierte er mit seiner Klarinette souverän den „Wildcat Blues“, wofür von den Zuhörern spontan eine Zugabe verlangt wurde. Nach einem Ausflug ins Musical „Jesus Christ Superstar“ traten mit Stephan Socher und Peter Schleich zwei routinierte Solisten vor, die das wohlklingende Stück „Fröhliche Tenoristen“ im Duett erklingen ließen.

Die Ansage der neuen Jugendkapelle übernahm Philipp Stückl und erklärte auch gleich, warum sie sich „Durchanand“ nennen. Bei neun Apfeldorfern, acht Kinsauern, drei Wessobrunnern, zwei Birkländern und einem Hohenfurcher Jungmusikanten sowie einer Alterspanne von 8 bis 19 Jahren war das Zusammenspiel in den Ohren von Philipp Stückl anfangs wahrlich ein Durcheinander. Doch der Apfeldorfer Dirigent Richard Beinhofer formte in den vergangenen Monaten einen Klangkörper, der sich mit drei Stücken überraschend harmonisch präsentierte. Von den neun Apfeldorfer Nachwuchsmusikern konnten Maxi Köpf und Luca Ehle zum silbernen Leistungsabzeichen sowie Hanna Ehlich, Helena und Adrian Beinhofer zum bronzenen Leistungsabzeichen beglückwünscht werden.

„Ich möchte Euch gratulieren zu der ganz tollen Jugendkapelle“ freute sich Franz Landes als Vertreter des Musikbezirkes Oberland über die engagierte Jugend in Apfeldorf. Er konnte mit Erika Floritz-Gerg, Silvia Kölbl und Robert Zwick drei altbekannte Musiker zum 25-Jährigen auszeichnen, Georg Sturm erhielt die goldene Ehrennadel für 40 Jahre aktives Musikerleben.

Im weiteren Programm gab es ganz traditionell Polka und Marsch, als auch Filmmusik mit „Moment for Morricone“ oder sogar einem Rockmix von Bon Jovi. Höhepunkt war ein weiteres Solostück von Robert Zwick auf dem Xylophon. Zum neunten mal ließ er seine Klöppel über das Instrument wirbeln und erntete damit ebenfalls Zugaberufe.

Nach einem so frischen Konzertprogramm blieben die Zuhörer gerne sitzen und genossen bei Starkbier die weitere gesellige Unterhaltungsmusik der Trachtenkapelle bis weit nach Mitternacht.

(Fotos bitte anklicken, dann vergrößern sie sich)

 

Brenta-Dolomiten-Rundfahrt ein tolles Erlebnis

Los ging es für die 19-köpfige Gruppe um 6 Uhr an der VR-Bank mit Heinz Sprenzel Reisen. Weiter über den Brenner nach Südtirol. Mittagessen war am Kalterer See bei absolut traumhaften Temperaturen. Dann weiter über die Südtiroler Weinstrasse. Besichtigung von Schloss Thun. Ankunft 17 Uhr Hotel in Dimaro. Dann Abendessen mit Musikunterhaltung und Weinprobe. Sonntag: 9 Uhr Abfahrt mit örtlicher Reisebegleitung zur Brenta-Dolomiten-Rundfahrt. Besichtigung des berühmten Wintersportortes "Madonna di Campiglio". (Hier ist im Sommer "tote Hose" und wir konnten dies alle nicht fassen, die Hotels waren die Fensterläden zugeklappt, und im Winter treffen sich hier die Reichen und Schönen). Dann Weiterfahrt zum Nardis-Wasserfall (hier haben wir das Gruppenbild gemacht) Dann Mittagessen und anschließend Weiterfahrt um das Brenta-Massiv. Rückfahrt komplett ohne Stau über den Brenner, Innsbruck, Fernpass, Füssen, Apfeldorf. Ein schöner Ausflug und immer nette Gespräche.

Bettina Besel, Schriftführerin

 

 

 

 
 

Eine musikalische Bergwanderung

Auf eine musikalische Bergtour lud Vorstand Helmut Ehle die Besucher des Apfeldorfer Frühjahrskonzertes ein. Wie Stationen einer Wanderung spannte der Ansager den Bogen zwischen den zwölf Konzertstücken der Trachtenkapelle, nur bei seiner eigenen Ehrung für 40 Jahre aktive Musikerzeit wurde er überrascht. Wegen der großen Nachfrage lud die Apfeldorfer Trachtenkapelle wieder zu zwei Konzertabenden ein. Am Freitag blieb nur ein Tisch unbesetzt und der Samstag war mit über 200 Zuhörern restlos ausverkauft. Für viele Dorfbewohner gehört das Frühjahrskonzert zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im Jahresverlauf, es waren aber auch zahlreiche Blasmusikfreunde aus den Nachbarortschaften im Publikum. „Alpine Inspirations“ lautete das erste Stück, mit dem der zeitgenössische Komponist Martin Scharnagl aus Tirol eine abwechslungsreiche Bergwanderung mit verschiedenen Tempi und Klangstrukturen beschrieb. Gleich darauf setzte Dirigent Richard Beinhofer ein 200 Jahre altes Orchesterstück mit dem Titel „Die diebische Elster“, bei dem man das freche Benehmen des kleinen Vogels fast raushören konnte. Bei der bekannten Polka „Ein halbes Jahrhundert“ kam so mancher ins Schwärmen und erst das Solostück „Helter Skelter“ von Robert Zwick auf dem Xylophon sorgte für solche Begeisterung, dass er spontan eine Zugabe geben musste. Die Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ konnte Helmut Ehle nicht recht in seine imaginäre Bergwanderung einbinden und so meinte der Ansager, „das ist, wie wenn man im Sommer an Schneekanonen vorbei kommt oder Mountainbiker begegnet“. Bei „The Rose“ durfte der junge Trompeter Benedikt Linder erstmals als Solist auftreten, doch mit den wenigen Solo-Einwürfen konnte er bei diesem Stück sein Können gar nicht recht ausspielen. Bezirksleiter Max Kriesmair war seit einigen Jahren nicht mehr beim Apfeldorfer Konzert und stellte erfreut fest, „unsere Kapellen entwickeln sich sehr gut weiter. Es macht Spaß, Euch zuzuhören“. Die Ehrung des ersten Vorstandes und langjährigen Konzertansager Helmut Ehle mit der goldenen Ehrennadel war für Kriesmair Anlass, wieder einmal selbst in den nördlichen Rand des Bezirkes Oberland zu kommen. Die zweite Vorsitzende Erika Floritz erinnerte daran, wie Helmut Ehle 1974 mit dem Klarinettenunterricht begann und 1977 beim Volkstrauertag seinen ersten Einsatz im Klangkörper hatte. „Die Trachtenkapelle hat wieder ein gelungenes Programm zusammen gestellt, das zu uns passt“ lobte auch Bürgermeister Georg Epple den Konzertabend. Das Holzregister mit Bettina Besel, Silvia Kölbl, Josef Walser, Erika Floritz und Helmut Ehle durfte bei „einer Holzgeschichte“ brillieren und mit dem „Salemonia-Marsch“ wurde ein imposanter Abschluss gesetzt. Nach einer kurzen Pause setzten sich die 31 Musiker aber wieder auf die Bühne und spielten zur geselligen Unterhaltung bis nach Mitternacht weiter. Denn auch das gehört zum Apfeldorfer Konzert, dass man bei Starkbier und gutem Essen von Renate´s Partyservice noch ein bisserl sitzen bleibt.

Rosi Geiger

 

A pfundige Musik

Von 15 bis 75 Jahren sind aktive Musiker in der Trachtenkapelle vereint und deshalb resümierte der Dirigent Richard Beinhofer „wir sind eine pfundige Musik“. Bei der Jahresversammlung im Gasthaus Kölbl wurden die Weichen für die Zukunft des Klangkörpers gestellt und auch eine neue Führungsmannschaft gewählt.

Vorstand Helmut Ehle blickte auf ein reges Jahr zurück mit vielen Einsätzen, Geburtstagsständchen und insgesamt 32 Auftritten. Sehr gut angenommen wurde von den Gästen die erstmalige Aufteilung des Konzertes auf zwei Abende. Vor den knapp 30 versammelten Musikern wurde vom Vorstand wie Dirigent der Probenbesuch angemahnt und es entbrannte eine rege Diskussion über den pünktlichen Beginn der Proben. Als Vertreter der Gemeinde war zweiter Bürgermeister Gerhard Schmid anwesend, der kurz über die Planungen zum Umbau der Mehrzweckhalle mit einem neuen Musikerheim berichtete.

Die turnusgemäßen Wahlen wurden von Georg Kölbl als Wahlleiter durchgeführt. Helmut Ehle ließ sich noch einmal für drei Jahre zum ersten Vorsitzenden wählen. Sein bisheriger Stellvertreter Klaus Walser wollte nicht mehr verlängern, für ihn rückte Erika Floritz als zweite Vorsitzende nach. Schriftführerin bleibt Bettina Besel, die Kasse wird weiterhin von Silvia Kölbl geführt und um den Nachwuchs kümmert sich Robert Zwick. Als Kassenprüfer fungieren Ulrike Walser und Benedikt Linder.

Zum Abschluss schwor Helmut Ehle seine Mitstreiter auf viele Auftritte im Mai ein und meinte, „uns Musikern sollte immer bewusst sein, dass wir den Leuten mit unserer Musik Freude bereiten - selbst wenn es eine Beerdigung ist“.

Rosi Geiger

 

 
 

Erstmals zwei gut besuchte Konzerte

Es war die richtige Entscheidung der Trachtenkapelle Apfeldorf, erstmals zu zwei Frühjahrskonzerten einzuladen. Am Freitag war die Mehrzweckhalle fast voll und am Samstag musste sogar noch weiter bestuhlt werden. „Zwei mal diesen Saal zu füllen, das zeugt von einer großen Wertschätzung in der Gemeinde“ war Franz Landes als Vertreter des Musikbund-Bezirkes Oberland voll des Lobes für die Apfeldorfer.

Vor 30 Jahren musste der Konzertabend mit einem Starkbierausschank verbunden werden, um Besucher anzulocken. Mittlerweile gehört das Frühjahrskonzert zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im Dorfleben, zu dem man im boarischen Gwand erscheint. Traditionell auch die Einführung ins Programm mit Marsch und Polka, bevor sich der Klangkörper ins „Reich der Dolomiten“ aufmachte. Dieses Tongemälde von Berg und Tal überraschte mit Klarinetten-Gezwitscher oder Almglocken und fand einen typisch Südtiroler imposanten Schluss. Bei den „Happy Trombones“ stellten sich die sechs Posaunisten Ulrich Linder, Michael Beinhofer, Florian Schamper, Peter Schleich, Stefan Socher sowie Dirigent Richard Beinhofer am Bühnenrand auf und begeisterten mit ihrem Posaunendixie so, dass sie spontan eine Zugabe geben mussten. Für das nächste Solostück holte sich die Trachtenkapelle Valentina Wirth aus Kinsau, die mit ihrer Geige dem Melodienreigen von Andre Rieu den passenden Feinstrich verlieh.

Franz Landes war als Vertreter des Musikbund-Bezirkes Oberland auch gekommen, um eine besondere Ehrung vorzunehmen. Seit 40 Jahren spielt Siegfried Weinberger das Tenorhorn, deshalb heftete Landes diesem „vorbildlichen Musiker“ die Ehrennadel in Gold an. Wenig später durfte der Geehrte bei den „Spaßvogel-Variationen“ sein Können auf dem Tenorhorn unter Beweis stellen.

Durch eine gute Jugendarbeit und unter der Leitung von Richard Beinhofer ist der Klangkörper mittlerweile auf 36 Akteure angewachsen. Die Filmmusik aus dem Kinderfilm „Planes“ nahm Vorstand Helmut Ehle zum Anlass, die jüngsten Blasmusiker Lea Böhner, Helena Beinhofer, Nico Ehle und Lukas Walser vorzustellen.

Der Dirigent bewies bei seinem zweiten Konzert ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung eines fließenden, stimmigen Programms. Besonders die Solostücke sorgten für Akzente, so auch der „Alphorntraum“, den Stefan Socher auf seinem selbst gebauten Alphorn intonierte. Das zwölfte und letzte Stück des offiziellen Programms war der „Florentiner Marsch“, doch die Apfeldorfer Musiker setzten sich wie jedes Jahr nach einer kurzen Pause wieder an ihre Instrumente und spielten zur geselligen Unterhaltung bis Mitternacht weiter.

 

Eine Floßfahrt, die ist lustig

„Eine Floßfahrt, die ist lustig, eine Floßfahrt, die ist schön“ - können die Apfeldorf ein Lied über ihren unterhaltsamen Ausflug singen. Die Trachtenkapelle machte sich samt einiger Freunde auf den Weg nach Wolfratshausen, wo bei morgendlicher Kühle das Floß bestiegen wurde. Unerschrocken trat man die Fahrt auf der Isar an, obwohl leichter Nieselregen einsetzte. Doch die routinierten Flößer des Betriebes Michael Angermeier hatten vorgesorgt und spannten eine große Plane über die knapp 60 Apfeldorfer. Zur Musik der Trachtenkapelle, Gegrilltem und einer frisch gezapften Maß Bier wurde es unter der Plane trotz des trüben Wetters schon recht zünftig. Zur Mittagspause wurde ein kurzer Halt gemacht und als es in die aufregenden Floßrutschen ging, kam sogar die Sonne heraus. „Wir haben an dem Tag alles miterlebt, es war ein richtig toller Ausflug“ resümierte am Ende der Vorstand der Trachtenkapelle Helmut Ehle. Mit der Bayernhymne wurde an der Floßlende in München-Thalkirchen eingefahren und alle haben diesen gelungenen Ausflug genossen. Vielleicht steckt in manchem noch das Blut der Lechflößer, denn die Apfeldorfer bedauerten es sehr, dass man auf dem Lech nicht mehr flößen kann.

 

Frühjahrskonzert erstmals mit Richard Beinhofer am Pult

Obwohl er früher schon über zehn Jahre bei der Apfeldorfer Trachtenkapelle mitgespielt hat, war Richard Beinhofer die Anspannung bei seinem ersten Konzert als Dirigent anzumerken. Er baute auf das bewährte Konzept der Trachtenkapelle mit einem konzertanten und einem unterhaltsamen Teil, lediglich ein bisserl mehr Modernes brachte er in sein Konzertprogramm ein - was vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

Das Frühjahrskonzert gehört zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im Dorfleben, wofür man sich schon im Vorverkauf seine Karten besorgen musste. Über 300 Zuhörer füllten die Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz. Deshalb deutete Vorstand Helmut Ehle an, dass es im nächsten Jahr wahrscheinlich zwei Konzertabende geben wird.

Nach den beiden anspruchsvollen Eingangsstücken „Also sprach Zarathustra“ und „Der Kalif von Bagdad“ lenkte der Ansager Helmut Ehle den Blick auf die beiden Georg Kölbl. Der Senior feierte nämlich genau am Konzertabend seinen 75. Geburtstag und der Junior hatte nach 15 Jahren den Dirigentenstab abgegeben. „Wir haben Georg Kölbl zwar als Dirigent verloren, aber dafür einen erstklassigen Trompeter dazu gewonnen“ stellte Ehle hinführend auf das erste Solostück fest. Mit dem „Königstrompeter“ erspielte sich Georg Kölbl jun. gleich eine Zugabe und so darf man darauf hoffen, dass diese neue Konstellation mit Richard Beinhofer als Dirigent und Georg Kölbl als Stellvertreter zukünftig noch weitere musikalische Höhepunkte bringt. Nach einer gefühlvollen Polka von Ernst Mosch und einem ungarischen Czardas wurde auch das schmissige Medley mit Hits von „Simon and Garfunkel“ vom Publikum begeistert aufgenommen. Vorstand Helmut Ehle an der Es-Klarinette und Erika Floritz an der B-Klarinette präsentierten sich bei der „Dudelsackpolka“ als harmonisches Solisten-Duo. Beim Arrangement von „Glenn Miller in Concert“ war die Anspannung beim neuen Dirigent hinweg gefegt und Richard Beinhofer entpuppte sich als Bigband-Musiker, führte er doch schon in seinen Jugendjahren eine solche Besetzung. Bei „The Bassmen“ kam das tiefe Blech zur Geltung, fulminant setzten sich die hinteren Reihen der Musiker in Szene.

Ehrungen gab es diesmal keine, dafür stellte Helmut Ehle mit Lea Böhner, Phillip Stückl, Bastian Geisbauer, Michi und Sebastian Zöpf gleich fünf Jungmusiker unter 18 Jahren vor, die in der Trachtenkapelle integriert sind. Das letzte Solostück bestritt Robert Zwick souverän am Xylophon, beim „Willhelm Tell Galopp“ ließ er seine Klöppel so über das Instrument wirbeln, dass er ebenfalls eine Zugabe geben musste.

In Apfeldorf gehört es zur Tradition, dass die 30 Musiker nach der Pause zur geselligen Unterhaltung weiter spielen und dabei gab es sogar noch einen weiteren Ohrenschmaus, als Stephan Socher sein Alphorn erklingen ließ.

Rosi Geiger

 

 
 

Trachtenkapelle unter neuer Leitung

Einen neuen Dirigenten hat die Trachtenkapelle Apfeldorf: Richard Beinhofer, der früher schon 15 Jahre in dem Klangkörper mitgespielt hat, übernimmt den Taktstock. Der bisherige Dirigent Georg Kölbl rückt ins zweite Glied, er fungiert als Stellvertreter und bläst zukünftig wieder die Trompete in der Musik.

„Der Zufall hat uns in die Karten gespielt“ gesteht Vorstand Helmut Ehle über die Fügung, dass so schnell ein Nachfolger gefunden werden konnte. Richard Beinhofer ist erst vor wenigen Monaten nach Schongau gezogen und somit für die Trachtenkapelle Apfeldorf wieder greifbar. Georg Kölbl und Richard Beinhofer haben als Zöglinge von Hias Floritz beide 1987 bei der Kapelle angefangen und auch zusammen das bronzene sowie silberne Leistungsabzeichen absolviert. Während es Richard Beinhofer beruflich in die Ferne zog, übernahm Georg Kölbl vor 15 Jahren ehrenamtlich die Leitung des Klangkörpers. „Ich bin durch und durch ein Blasmusiker, aber irgendwann ist die Luft raus“ hat der 39-Jährige für sich selber eingestanden und deshalb seinen Musikerkollegen mitgeteilt, dass er das Frühjahrskonzert 2015 nicht mehr dirigieren möchte. Also musste Vorstand Helmut Ehle auf Dirigentensuche gehen, er hatte schon Gespräche mit über zehn Personen geführt. Dann traf er zufällig den ehemaligen Musiker Richard Beinhofer. Der 41-Jährige wohnt seit kurzem in Schongau, ist verheiratet und hat drei Kinder. Mit neuen Ideen und Tatendrang macht er sich an die Arbeit und besucht bereits das Dirigentenseminar an der Deutschen Dirigentenakademie. In der Apfeldorfer Musik hat er gut 15 Jahre die Posaune gespielt und auch eine BigBand aus jüngeren Musikern dirigiert. Seine ersten Einsätze werden der Volkstrauertag und der Weihnachtsmarkt sein, das Augenmerk bei den Proben liegt aber bereits auf dem Frühjahrskonzert am Samstag, 21. März 2015. „Ich möchte auf das gute Niveau vom Georg aufbauen und miteinander immer besser werden“ nennt Richard Beinhofer seine Ziele. Dazu sollen ein paar Altmusiker wieder integriert werden und vor allem den Nachwuchs will er sukzessive einbauen sowie die Jugendarbeit forcieren. Und er denkt sogar in großen Schritten, schließlich steht das 100-Jährige der Trachtenkapelle Apfeldorf im Jahr 2021 an.

Rosi Geiger

 

 

Fronleichnam in Apfeldorf

An dem herrlichen Frühsommertag nahmen über hundert Gläubige an der Fronleichnamsprozession in Apfeldorf teil. Für die Trachtenkapelle gehört es zur festen Tradition, den Fronleichnamszug musikalisch zu begleiten. Zusammen mit dem Kirchenchor wurden die typischen Fronleichnamsgesänge an den vier Altären intoniert. Angeführt wurde der Zug von den Ministranten und Fahnenabordnungen, gefolgt vom Trachtenverein und den Männern. Traditionell kommt dann der Himmel mit dem Allerheiligsten, getragen von Pater Daniel. Die Marienstatue wurde von den Mädchen der Landjugend mitgeführt und die Frauen bildeten den Abschluss der Prozession durch das Dorf.

 

 

 

 

Frühjahrskonzert mit besonderer Ehrung

Traditionell, stilsicher und romantisch - das sind drei Adjektive, die man über das Frühjahrskonzert 2014 der Trachtenkapelle Apfeldorf schreiben könnte. Die 26 Musiker um Dirigent Georg Kölbl haben ihre Stärken bei Walzern, Polkas und Märschen voll ausgespielt und ernteten damit bei ihrem Publikum in der vollbesetzten Mehrzweckhalle begeisterten Applaus.

Während in anderen Blaskapellen mittlerweile der Frauenanteil fast überwiegt, sind im Apfeldorfer Klangkörper nur vier weibliche Musikerinnen integriert. Diese vier Holzbläserinnen sind auch schon langjährig aktiv, sodass Ulrike Walser als erste Frau in der Trachtenkapelle Apfeldorf eine Ehrung für 25 Jahre Musikerzeit erhielt. Eine weitere silberne Ehrennadel steckte die Bezirks-Jugendleiterin Susi Zwick dem Dirigenten Georg Kölbl für seine 15-jährige Führungsfunktion an. Die Ehrennadel in Gold erhielt Georg Kölbl senior, der seit 60 Jahren mit seiner Trompete den Klangkörper verstärkt. Geehrt wurden außerdem sieben Nachwuchsmusiker und - wen wundert´s - es sind wieder lauter junge Burschen, die in der Musik nachrücken. Bastian Geisbauer, Luca Ehle, Phillip Stückl, Magnus Walser, Maxi Köpf, Michael und Sebastian Zöpf absolvierten vor kurzem das bronzene Leistungsabzeichen.

Das Programm war heuer sehr bayerisch, traditionell ausgerichtet, man konnte deutlich erkennen, dass sich die Musiker schon auf ihren Einsatz als Festkapelle des Lechgau-Trachtenfestes vorbereiten. Damit trafen sie aber auch den Geschmack ihrer vielen langjährigen Besucher, denn ein zackig intonierter "Allgäuland-Marsch", eine wohldosierte, stilsichere "Bodensee-Polka" oder ein romantischer "Liebesflammen-Walzer" gehören schon immer zu den Stärken der Apfeldorfer. Für Höhepunkte sorgten einige Solisten, Robert Zwick ließ bei den "Fascinating Drums" seine Schlägel über die Trommeln wirbeln, Helmut Ehle und Erika Floritz bestachen bei der "Spatzen-Polka" mit einem Klarinetten-Solo und Claus Walser packte zusammen mit Georg Sturm bei "Sancho und Pancho" mexikanische Rhythmen aus. Für einen besonderen Ohrenschmaus sorgte Stefan Socher, der Schreinermeister fertigte in über 100 Arbeitsstunden sein eigenes Alphorn und ließ es nun erstmals in der Öffentlichkeit erklingen. "Bauen kann er ein Alphorn, ob er es auch spielen kann, werden wir gleich hören" kündigte Ansager Helmut Ehle den eigentlichen Tenorhornspieler an. Mit dem "Alpenzauber - Erinnerungen an Altrei" verzauberte der Solist dann das Publikum.

Nach fast zwei Stunden Konzertprogramm ließen die Musiker ihre Gäste aber noch nicht heimgehen, sondern spielten zu Starkbier und geselliger Unterhaltung bis nach Mitternacht weiter.

 
 

Von Musikervorstand Helmut Ehle (von rechts) und der Bezirksvertreterin Susi Zwick wurde Georg Kölbl sen. für 60 Jahre aktive Musikerzeit geehrt. Auf 25 Jahre kann Ulrike Walser blicken und seit 15 Jahren schwingt Georg Kölbl jun. den Dirigentenstab der Trachtenkapelle. Blumen und Hochprozentiges gab es für die Ehepartner Liesl Kölbl, Claus Walser und Ulrike Kölbl.

 

Trachten- und Schützenball eine lustige Angelegenheit

Auch die Musiker der Trachtenkapelle hatten ihren Spaß beim Trachten- und Schützenball 2014. Die Damen kamen im kleinen Schwarzen mit roter Federboa und die Männer hatten eine rote Krawatte umgeschnürt. Richard Ehlich kam als neuer Schützenkönig mit einer Runde Schnaps vorbei. Auch wenn die Besucherzahlen nicht hoch waren, der Funke von den gut gelaunten Musikanten sprang schnell auf das Publikum über. Hier ein Bilderreigen des Abends.

 
 

Hochzeit von Florian und Annelies Schamper

Unser Posaunist Florian Schamper feierte Hochzeit und zieht damit nach Peiting - aber der Trachtenkapelle wird er treu bleiben. Wir Apfeldorfer Musiker spielten am Nachmittag in der Schloßberghalle Peiting für die Hochzeitsgäste auf und zusammen mit der Schwindlig Blos bis nach dem Brautverziehen. Um seine Annelies wieder auszulösen, griff der Hochzeiter beim Brautverziehen selbst zur Posaune und spielte das Solostück "Matremony". Wir wünschen den beiden alles Gute auf ihrem gemeinsamen Lebensweg!

 

Spanisches in Apfeldorf

Aus dem "sonnigen Spanien" hatten die Musiker der Trachtenkapelle Apfeldorf ein Portpouri mitgebracht, doch an dem lauen Sommerabend war es in Apfeldorf mindestens genauso schön. Gut 150 Zuhörer kamen zum Standkonzert in den Garten des Pfarrhofes und ließen sich von Märschen, Polkas oder einem "Mährischen Tanz" begeistern. Dirigent Georg Kölbl mischte auch ein paar modernere Arrangements ins Programm, sodass für jeden Geschmack etwas geboten war. Locker und kurzweilig war auch die Ansage von Vorstand Helmut Ehle, der mit den Jungmusikern Phillip Stückl, Bastian Geisbauer, Sebastian und Michael Zöpf gleich vier neue Gesichter im Klangkörper präsentieren konnte. Zwischenzeitlich waren auch Musikerfreunde aus Reichling eingetroffen, die am Ende besonders laut klatschten. "Erst zu spät kommen und dann nach Zugaben schreien" konterte Helmut Ehle scherzhaft, doch mit dem Kaiserjäger und dem Abeltasman-Marsch wurde den Wünschen der Gäste natürlich entsprochen.